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Martin K. Halliger

PR-Management / Pressesprecher

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht die UPM Bioraffinerie in Leuna

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat heute die Baustelle der weltweit ersten Bioraffinerie zur Herstellung von Biochemikalien aus nachhaltig erwirtschaftetem Holz des finnischen Unternehmens UPM Kymmene in Leuna besucht.

Steinmeier hat auf seiner Reise durch Ostdeutschland Unternehmen besucht, die für Erfolgsgeschichten in den neuen Bundesländern stehen. Er verschafft sich ein Bild über Strategien zur Gestaltung des Kohleausstiegs und legt insbesondere Wert auf innovative Konzepte und Technologien zur Bewältigung des Klimawandels. Im Vordergrund stehen dabei Unternehmen mit neuen, innovativen Fertigungsstrategien, die einen nachhaltigen Beitrag zum anstehenden Strukturwandel in Folge des Kohleausstiegs leisten. So ist die UPM Bioraffinerie in Leuna eine Schlüsselinvestition für Leuna und Sachsen-Anhalt und steht im Herzen eines entstehenden Clusters für die Produktion nachhaltiger, erneuerbarer Chemikalien in innovativen Produktionsabläufen.

UPM setzt mit seiner Bioraffinerie und damit verbundenen Innovationen in der Bioökonomie ein Zeichen. Insgesamt investiert UPM 550 Millionen Euro in den Bau der Bioraffinerie, in der aus nachhaltig erwirtschaftetem Holz aus regionalen Wäldern Biochemikalien gewonnen werden. Diese ermöglichen es, in einer Vielzahl von Anwendungen, darunter Textilien, PET-Kunststoffe, Gummianwendungen oder Kosmetika, sowohl den Verbrauch fossiler Rohstoffe als auch die CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren.

„Um dem Klimawandel effektiv zu begegnen müssen wir unsere Art zu leben und zu wirtschaften grundsätzlich verändern. Wir haben Fortschritte bei der Umstellung unserer Energieproduktion hin zu einem höheren Anteil erneuerbarer Energieträger gemacht. Es ist nun an der Zeit, dass wir fossile Ausgangstoffe auch in anderen Sektoren ersetzen. Wir verfolgen mit dem Aufbau des Biochemikaliengeschäfts und dem Bau der Bioaffinerie hier in Leuna ein klares Ziel: Wir wollen einen aktiven Beitrag für die Transformation der chemischen Industrie leisten, um Erdöl, Erdgas und Kohle langfristig entlang der gesamten chemischen Wertschöpfungskette durch erneuerbare Alternativen zu ersetzen“, sagt Winfried Schaur, Executive Vice President, UPM.

Die große Aufgabe der chemischen Industrie wird darin liegen, die maximale Ausnutzung der Recyclingfähigkeit ihrer Produkte zu erreichen und gleichzeitig die fossilen Ausgangstoffe durch erneuerbare Alternativen zu ersetzen.

„Mit der UPM Bioraffinerie und unseren innovativen Forschungseinrichtungen legen wir einen Grundstein für den Aufbau eines Clusters für nachhaltige Chemie hier in der Region. Damit eröffnen sich ganz neue Perspektiven für die Weiterentwicklung der Chemie an unserem Standort Leuna“, erklärt InfraLeuna Geschäftsführer Dr. Christof Günther. InfraLeuna ist Betreiber der Infrastruktureinrichtungen am Chemiestandort Leuna.

Ende 2022 soll der Bau der Bioraffinerie in Leuna beendet sein; produziert werden soll ab 2023. Die jährliche Produktionskapazität des Werkes wird bei insgesamt 220.000 Tonnen liegen. Hergestellt werden Bio-Monoethylenglykol (BioMEG), Bio-Monopropylenglykol (BioMPG) und Lignin-basierte Renewable Functional Fillers (RFF) – erneuerbare Füllstoffe, die derzeitige Anwendungen auf Basis von Industrieruß und Kieselsäure ersetzen werden. Als Ausgangsstoff wird nachhaltig erwirtschaftetes Hartholz aus regionalen Wäldern genutzt. Mit Bau der Raffinerie werden Konzepte zur deutlichen Minimierung der produktionsbedingten Emissionen eingesetzt.